Neuer Anonymus Trailer zeigt ernsten, seriösen & sympathisch lächerlichen Roland Emmerich

Anonymus (c) Sony

Roland Emmerich hat seinen Faible für die leidenschaftliche Verteidigung abwegiger wissenschaftlicher Theorien schon in seinen Effekt-geladenen Großprojekten bewiesen. Anonymus verlagert diesen Hang in einen kleineren Rahmen, so ganz ohne Riesenwellen und Weltuntergänge. Hoffentlich. Trotzdem beweist Roland Emmerich auch hier, dass er einfach nicht dazu in der Lage ist, tief zu stapeln und sucht sich mal eben William Shakespeare als Zielscheibe seiner Spekulationen aus. Aber irgendwie macht der Größenwahn im Kleinen den Roland auch wieder sympathisch. Die Ernsthaftigkeit seines Shakespeare-Films markiert der immer noch mit Radiohead unterlegte zweite Trailer für Anonymus.

Klar ist das alles einen Tick lächerlich. Ich freue mich trotzdem auf Anonymus, auch wenn Rationalität nicht die Basis meiner Erwartungshaltung ist. Es ist schön, Rhys Ifans hier in der Hauptrolle als Earl of Oxford zu sehen, genau wie all die anderen britischen Darsteller (Rafe Spall als William Shakespeare!) und die Hoffnung bleibt bestehen, dass sich der Film nicht nur aus selbstverliebten Aufnahmen des C.G.I.-Londons des elisabethanischen Zeitalters zusammensetzt.

Anonymus startet am 3. November in den deutschen Kinos und feiert lustigerweise beim Filmfestival in Toronto Premiere. Die Theaterikonen Derek Jacobi und Mark Rylance spielen übrigens in dem Film mit, weil sie Anhänger der Oxford-Theorie sind, welche Anonymus vertritt.

(via /Film)

Keine ähnlichen Artikel.